12.08.2011
Laut einem Bericht des Sozialverbandes Deutschland sind die Bezüge von Frührentnern allzu oft nur knapp über dem Sozialhilfesatz angesiedelt. Minirenten kommen für diejenigen heraus, die wegen Krankheit oder Behinderung vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Der ausgezahlte Betrag beläuft sich auf durchschnittlich 672 Euro im Monat. Daß es sich hierbei nicht nur um Einzelfälle handelt, macht ein Experte des Sozialverbands ebenfalls deutlich.
Jeder Fünfte nimmt im Laufe des Erwerbslebens eine Erwerbsminderungsrente in Anspruch. Aktuell handelt es sich um 1,5 Millionen Betroffene in Deutschland, jährlich kommen 180.000 hinzu. Der Anteil an psychischen Erkrankungen an den Fällen beträgt für Männer 30 Prozent, für Frauen gar 44 Prozent. Das vorzeitige Ausscheiden aus Gesundheitsgründen bringt hohe Abzüge mit sich, hinzukommen niedrige Löhne und somit geringere Beiträge sowie Arbeitslosigkeit, in deren Folge Beitragszeiten in oft erheblichem Ausmaß fehlen.
Die systematische Schaffung von Niedriglohnsegmenten und die trotz zahlreicher Statistikmanipulationen noch immer massenhafte Arbeitslosigkeit hierzulande sorgen für eine gigantische Altersarmut. Auch hier liegt der Fehler bereits im System.
Da die Renten ausschließlich an die Beiträge gekoppelt sind, die wiederum von den Löhnen abhängen, sind angesichts der demographischen Katastrophe Niedrigstrenten künftig der Normalfall. Spätestens 2030 werden zwei Arbeitnehmer die Bezüge eines Rentners aufbringen müssen. Nicht mehr bezahlbare Rentenbeiträge oder Renten, die nicht zum Leben reichen, werden die Folge sein.
Die NPD fordert eine Abkehr von diesem Rentensystem und die Kopplung der Rentenhöhe an die Kinderzahl. Jeder Deutsche hat nach Auffassung der NPD eine Grundrente zu erhalten, die durch einen nach Anzahl der Kinder gestaffelten Bonus aufgestockt wird. Dieses Konzept kann auch angesichts sehr unterschiedlicher Erwerbsbiographien soziale und vor allem nachhaltige Gerechtigkeit schaffen, da diese steuerfinanzierte Rente noch zusätzlich durch private oder betriebliche Absicherungsmodelle ergänzt werden kann. Nicht die Kopplung der Rente an die Lohnhöhe, sondern an die Kinderzahl schafft echte Nachhaltigkeit.
Nur eine kinder- und familienfreundliche Politik kann unser Sozial- und Rentensystem vor dem endgültigen Ruin retten.
Ronny Zasowk
Referatsleiter Politik